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Putsch in Bolivien und soziale Kämpfe in Lateinamerika

Freitag, 6. Dezember, 19:00 Uhr

Veranstaltung zu aktuellen Entwicklungen in und Perspektiven für Lateinamerika
Referentin: Heike Hänsel
Freitag, 06. Dezember um 19 Uhr im Linken Zentrum

Ausgiebig vorbereitet und begleitet von einer umfassenden manipulativen Berichterstattung, wurde der bolivianische Präsident Evo Morales am 12. November ins Exil getrieben. Kurz zuvor erreichte er bei den Präsidentschaftswahlen noch einen Vorsprung von mehr als 10 Prozent. Hochstilisierte Berichte über Wahlmanipulationen erwiesen sich bei späteren Prüfungen als übertrieben, wenn nicht als frei erfunden. Die rechte Opposition ging, mit Unterstützung insbesondere aus den USA, jedoch direkt nach den Wahlen in die Offensive, nutzte Schwächen und Unklarheiten in der fortschrittlichen Bewegung, hetzte Teile der Bevölkerung auf, organisierte gewalttätige Demonstrationen und mobilisierte ihre Strukturen in Polizei und Militär. Die fortschrittlichen Kräfte hielten dieser Gewalt und Dynamik nicht stand. Evo Morales flüchtete nach Mexiko ins Exil und die politische Rechte errang die Macht. Erst nach dem Putsch kam die Gegenbewegung ins Rollen, Hunderttausende leisten seither Widerstand, protestieren gegen die putschistischen Militäreinheiten, organisierten Streiks und Blockaden gegen die illegitime Regierung. Sie sind wiederum aktuell mit der vollen Macht des, nun unter Kontrolle der rechten Kräfte stehenden, Repressionsapparates konfrontiert: Verhaftungen, Gewalt und Schüsse gegen Protestierende mit dutzenden Toten und vielen Verletzten, sowie Strafverfahren gegen AktivistInnen.

Neben Bolivien sind praktisch alle Länder Lateinamerikas damit konfrontiert, dass die politische Rechte, mit umfangreicher Unterstützung der Eliten aus den USA und weiterer Staaten, den sozialen Fortschritt bekämpft. Es geht letztlich darum, die Länder mithilfe der alten Oligarchien weiter unter Kontrolle der führenden imperialistischen Staaten zu halten, ihre Ressourcen zu plündern und fortschrittliche politische Projekte zu verhindern. Es gibt kein Mittel dass hierfür nicht genutzt wird – von der Manipulation in den Medien und Wirtschaftssabotage über terroristische Aktionen, staatliche Repression und gezielte Morde bis hin zum Putsch. Dort wo die fortschrittlichen Projekte selbst damit nicht besiegt werden können, werden Sanktionen und Wirtschaftsembargos eingesetzt, mit denen aktuell vor allem Venezuela und Kuba konfrontiert sind.

Auf der Veranstaltung soll über die aktuellen Entwicklungen und die Rolle der deutschen Regierung informiert und Perspektiven einer internationalistischen Solidaritätsarbeit diskutiert werden.

Die Referentin Heike Hänsel, MdB der Partei die Linke, arbeitet seit Jahren im Bereich der internationalen Solidarität und verfügt über umfangreiche Kenntnisse zur Situation in Lateinamerika und zur Rolle der deutschen Politik.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Venezuela Aktionsbündnis Stuttgart (venezuela-soli-stuttgart@posteo.de)

Details

Datum:
Freitag, 6. Dezember,
Zeit:
19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Linkes Zentrum Lilo Herrmann
Böblingerstr. 105
Stuttgart, Baden-Württemberg 70199
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Website:
www.linkeszentrumstuttgart.org